Plattdeutsch in Eckhorst
Einmal im Monat trifft sich eine muntere Gruppe in Eckhorst.
Eckhorst. „Weiß jemand, wie man ein Handy auf Plattdeutsch nennt?", fragt Anke Last und beantwortet die Frage unter lautem Lachen der anderen Platt-Liebhaber gleich selbst: „Ackerschnacker". Wenn sich die Freunde der niederdeutschen Sprache in der Eckhorster Gaststätte „Zum Rheinländer" treffen, geht es in erster Linie lustig zu. Denn die „Plattschnacker" haben einen Sinn für Humor.
Erzählen, Singen, Lesen
Seit vier Jahren kommen sie einmal im Monat zusammen: Dann wird eine Stunde lang erzählt, gesungen und gelesen. „Wer Lust hat, bringt etwas mit und trägt es vor", sagt Anke Last, die zusammen mit Hinnerk Hilscher und Susanne Kohler die Gruppe leitet.
Stehgreifvorträge
Einzige Voraussetzung für mitgebrachte Werke: Plattdeutsch müssen sie sein. Einer, der bereits für seine Geschichten bekannt ist, steht meist gleich zuerst auf. Hermann Meins braucht keine Vorlage, was der Eckhorster erzählt, hat er im Kopf. Ob Witz oder kleine Geschichte: „Seine Erzählungen sind oft nah an der Gürtellinie", scherzt Last und erntet von den anderen fröhliche Zwischenrufe. „Manchmal sind sie auch drunter", lachen die.
Das Nahkiekbook
Neben Anke Last liegt ein „Nahkiekbook", wie das Wörterbuch auf Platt genannt wird: „Wenn wir uns uneinig sind, schlagen wir gleich nach." An der Geschichte von Hinnerk Hilscher gibt es jedoch keine Zweifel. Er liest über den vielen Verkehr auf Lübecks Straßen und kommt am Ende zu dem Schluss: „Een Lübecker de geiht to foot."
Wer Plattdeutsch sprechen, oder die niederdeutsche Sprache lernen möchte, der kann jederzeit in Eckhorst vorbeischauen. Jeden dritten Dienstag im Monat um 19.30 Uhr findet das Treffen statt, nächster Termin ist der 15. November.
Foto: Anke Last (von links nach rechts), Hinnerk Hilscher und Susanne Kohl haben die Eckhorster Gruppe vor vier Jahren ins Leben gerufen.
07.11.2011, PK
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