Ahrensburgerin hat ein Herz für Gartenzwerge
Die Ahrensburgerin Heidimarie Rosatzin-Löher sammelt Gartenzwerge aus Leidenschaft. Aus Angst vor Entführung kommen die Lieblinge nachts ins Haus.
Vor einigen Jahren sorgte eine seltsame Aktion im Ahrensburger Schlosspark für Kopfschütteln: Unbekannte hatten ein Stück Wiese abgezäunt und dort 13 gestohlene Gartenzwerge positioniert. Eines der Opfer erkannte Heidimarie Rosatzin-Löher auf den ersten Blick wieder, auch wenn die Räuber ihm eine Augenklappe verpasst hatten: „Wegen der ausgeblichenen Stelle an der Mütze wusste ich gleich, dass das mein 'Urlauber' ist"
Asyl für Entführte
Die Entführungsopfer sind nicht die einzigen, die bei Heidimarie Rosatzin-Löher Asyl gefunden haben. „Angefangen hat alles, als wir vor über 20 Jahren ein Grundstück in der Kleingartenanlage Mühlenredder bekommen haben", blickt die Ahrensburgerin zurück, „damals habe ich einen Zwerg mit Gießkanne zum Geburtstag geschenkt bekommen." Er bekam bald Gesellschaft. „Mein Mann arbeitete bei der Stadtreinigung. Da brachten immer mal Leute Gartenzwerge an."
"Otto" und "Michael"
Da schiebt ein rotbemützter Zwerg die Schubkarre, ein anderer spielt Jäger und der dritte hat eine Vogeltränke vor dem Bauch. Manche haben Namen wie „Otto" oder „Michael" und erinnern damit an die Vorbesitzer.
Grubenlampen und Rennwagen
Die meisten Zwerge sehen klassisch aus, aber ein paar Sondermodelle sind dabei. So wie der mit der Laterne, der bei jeder Bewegung manisch zu lachen beginnt, während dazu die Laterne blinkt, „das ist ein Bewegungsmelder." Andere haben Grubenlampen mit Solarbeleuchtung, einer sitzt verwegen in einem roten Rennwagen.
Possierlich: Ein Gartenzwerg bei der Gartenarbeit und mit einer Lampe.
20.09.2011, PK
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