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Einbruchsschutz

Sicherheit

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Einbruchsschutz

 

Moderne Fenster und Türen verderben Einbrechern das Geschäft. Mehr als 108.300 Einbrüche und Einbruchsversuche in Häuser und Wohnungen hat die Kriminalstatistik im Jahr 2008 verzeichnet. Oft führten veraltete, leicht zu überwindenden Fenster und Balkon- oder Terrassentüren zum Erfolg. Mit den richtigen technischen Maßnahmen kann man aber den Einbrechern das Leben so schwer wie möglich machen.

„Man darf sich nicht der Illusion hingeben, dass man sich gegen jede Form des Einbruchs absichern kann. Aber man kann mit der richtigen Technik das Risiko, Opfer einer solchen Gewalttat zu werden, erheblich reduzieren“, so Ulrich Tschorn, Geschäftsführer des Verbandes der Fenster- und Fassadenhersteller (VFF). Neben schlecht einsehbaren und unbeleuchteten Haustüren stehen die Balkon- und Terrassentür an der Hausrückseite und alte Fenster mit einfachen Beschlägen und Schließeinrichtungen ganz oben auf der Liste potenzieller Einstiegsmöglichkeiten.

Stabile Fenster für mehr Sicherheit

Ist der Neukauf von modernen, Energie sparenden Fenstern geplant, lässt sich mit einer entsprechenden Sicherheitsausstattung gleichzeitig der Einbruchschutz erhöhen. Wichtig sind ein stabiler Aufbau der Fensterflügel und des Fensterrahmens, eine gute Befestigung der Scheibe im Fensterflügel, widerstandsfähige Beschläge und Schließeinrichtungen und auch – je nach Lage und „Attraktivität“ des Hauses – spezielle, Einbruch hemmende Verglasungen. Bei Häusern mit einem erhöhten Gefährdungspotenzial raten Fachleute zum Einbau von Fenstern und Fenstertüren mit der Widerstandsklasse 3 und höher. Solche Fenster besitzen Verbundglas, das nur schwer zu durchdringen ist und sehr stabile Verriegelungen, bestehend aus sogenannten Pilzkopfzapfen im Flügel aus speziell gehärtetem Stahl und ebenso widerstandsfähigen Rahmenteilen, in denen die Pilzkopfzapfen sich beim Verschließen verkeilen und so eine solide Verbindung schaffen. Ein abschließbarer Griff mit Aufbohrschutz rundet die integrierte Sicherheitsmechanik ab. Außerdem wird bei höherem Gefahrenpotential auch dazu geraten, die Fenster und Verglasungen mit einer Alarmanlage auszustatten. Dann melden Sensoren Angriffe auf die Verglasung oder wenn ein Fenster nicht richtig geschlossen ist.

Einbruchschutz zum Nachrüsten

Erhältlich sind Einbruch hemmende Beschläge, abschließbare Fenstergriffe, abschließbare Zusatzschlösser am Rahmen und auch der Tausch der vorhandenen Isolierverglasung gegen Verbundsicherheitsglas kann im Einzelfall in Frage kommen. Außerdem kann gegebenenfalls eine elektrische Verschlussüberwachung die Sicherheit im Haus erhöhen.

Der Fachmann rät zu Qualitätsprodukten. Tschorn: „Ich rate dazu, neue Fenster und Nachrüstsätze immer vom geschulten Fachmann installieren zu lassen. Hilfestellung gibt hierbei das für besondere Qualität stehende RAL Gütezeichen für Fenster, Haustüren, Fassaden, Wintergärten und deren Montage. Denn ein System ist immer nur dann gut, wenn es auch richtig montiert wurde.“

Auch Türen müssen sicher sein

Neben den Fenstern sind Türen der Dreh- und Angelpunkt im Einbruchsgeschäft. Konnte man früher eine Tür einfach aufhebeln, stellt sich das bei modernen Türen ganz anders dar: Stabile Materialien, aufbohrsichere Schlösser und massive Sicherheitsverriegelungen machen Langfingern das Leben schwer. Zusätzlich dazu werden auch Türen mit integrierten Audio- und Video-Systemen angeboten, die den anwesenden Bewohner vor einem unbedachten Öffnen der Tür bewahren. Bereits eine Türsprechanlage kann zur Entscheidung beitragen, die Tür besser geschlossen zu halten. Noch besser ist eine Kamera, die einen möglichst großen Bereich vor der Haustür abdeckt: Dann weiß der Hausbewohner sofort, wen er vor sich hat. Steht ein bekanntes Gesicht vor der Tür, kann man den Gast mit einem elektrischen Türöffner ins Haus lassen. Ganz modern, aber nicht ganz billig, sind so genannte Fingerprint-Systeme: „Hier dient der zuvor gespeicherte Fingerabdruck zutrittsberechtigter Personen dazu, ohne Schlüssel das Haus betreten zu können“, erklärt Ulrich Tschorn. Nicht berechtigten Personen wird der Zutritt automatisch verweigert. Alle diese elektronischen Sicherheitsbauteile haben neben der Schutzfunktion noch einen Vorzug: Sie sind dank moderner Fertigungsmethoden heutzutage sehr klein und fügen sich deshalb gut in das Design der Haustür oder des Türrahmens ein.

16.02.2010, AA

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