Fit mit Cantienica
Cantienica - das ist Fitnesstraining ohne Geräte. Für jedes Alter, jeden Fitnessstand. Für Frauen, Männer, Kinder. Was so unspektakulär aussieht, macht Spaß, ist durchaus anstrengend und hat einen nachhaltigen Effekt. Man kann seine Hosengröße reduzieren, Fehlhaltungen korrigieren, Gelenkschmerzen und Inkontinenz weg trainieren.
Anatomie
Benita Cantieni, Journalistin und Körperforscherin, hat die in uns schlummernde logische Anatomie wiederentdeckt und daraus ein effektives Trainingskonzept entwickelt. Die intensive Zwiesprache mit ihrem einstmals schmerzenden Körper hat sie dazu geführt. Ihre Erkenntnisse veröffentlichte sie in mehreren Büchern, zuletzt erschienen im Sommer 2009: „Catpower". Mit einfach nachzuvollziehenden Übungen weist sie einen freudvollen Weg zu mehr Wohlbefinden, Schönheit und Lebenslust. Denn Cantienis Konzept spricht Muskeln und Gehirn in gleicher Weise an.
Unser Körper ist für alles gemacht, bloß nicht fürs Stillsitzen. Neben Rückenerkrankungen sind Bluthochdruck, Zucker- und Herzkrankheiten die häufigsten Folgen auch von Bewegungsmangel. Der Nachweis, dass mit intelligenter Bewegung Brust- und Darmkrebs, Osteoporose und Depression vorgebeugt wird, ist längst erbracht. Die Forscher haben auch gefunden, dass für all jene, die Sport treiben, das Demenz-Erkrankungs-Risiko um mehr als die Hälfte sinkt.
Bewegung und Beweglichkeit
Muskeln schützen also. Wer sie regelmäßig und sinnvoll betätigt, betreibt effiziente Vorsorge gegen Diabetes, Übergewicht und viele andere Krankheiten. Alle Studien ergeben immer dasselbe: Wer seine Muskeln benutzt, verliert sie nicht.
Und was ist mit der seelischen und geistigen Motivation, ohne die kein sinnerfülltes Leben zu führen ist? Auch sie braucht das gute körperliche Fundament. Cantieni: „Der Körper verlangt Bewegung. Der Mensch ist ein Bewegungswesen! Kommen wir dem nicht nach, zahlen wir dafür mit abnehmender Belastungsfähigkeit und zunehmenden Unlustgefühlen einen hohen Preis."
Körperspannung
Wer sich nicht bewegt, verliert die Körperspannung. Ohne sie aber hat der Körper keinen Halt. Werden Muskeln nicht gefordert, verkümmern sie und fett nimmt den freien Platz ein. Weil Körperhaltung und -spannung auch den Hormonhaushalt beeinflussen, ist es praktisch unmöglich, mit einem Körper voll gesunder (Muskel-)Spannung in depressive Stimmung zu fallen. Diese Phänomen wird in der Psychologie als 'Facid and Postural Feedback' eingesetzt.
Zusammen mit der Motivationspsychologin Dr. Maja Storch (Uni Zürich), dem Hirnforscher Prof. Gerald Hüther (Uni Göttingen) und dem Psychologen Prof. Wolfgang Tschacher (Uni Bern) hat Cantieni dazu ein Buch herausgebracht: „Embodiment – Die Wechselwirkung von Körper und Psyche verstehen und nutzen".
Muskelaufbau
Deshalb soll jeder Mensch die Autorität seines Körpers selber sein. Ärzte und Therapeuten kennen zwar den Körper, gehen aber nicht 24 Stunden am Tag mit ihm um. Auszuprobieren, ob die Kräftigung der Muskulatur und die Änderung der Haltungs- und Bewegungsmuster nicht nur die Laune hebt, sondern auch hilft, zum Beispiel eine Operation zu verhindern, ist in vielen Fällen lohnend. Denn: Muskeln bilden sich zwar sehr rasch zurück, wenn sie brach liegen. Sie wachsen aber auch wieder, wenn sie arbeiten dürfen.
Benita Cantienis Fitnessmethode gibt es seit 1997. Sie wird von rund 800 Trainerinnen und Trainern in mehreren europäischen Ländern vermittelt. Zentral an der Methode ist die so genannte Grundaufspannung des Körpers. Sie bewirkt, dass kein Gelenkteil das andere berührt oder stört. Die Muskulatur wird gestärkt und steht unter der dauerhaften Grundspannung, dem Vitaltonus.
Cantienica bei Migräne, Asthma, Tinnitus, Zähneknirschen, Organsenkungen, Hämmorrhoiden, Karpaltunnel-Syndrom, Skoliose, Arthrose, Hallux valgus, Rückenbeschwerden
Besondere Erfolge erzielt die Methode bei Personen mit Migräne, Asthma, Tinnitus, Zähneknirschen, Organsenkungen, Hämmorrhoiden, Karpaltunnel-Syndrom, Skoliose, arthrose, Veränderungen der Fussknochen (Hallux valgus), Flachrücken, Rundrücken, Schulterbeschwerden.
Über ihre Erfahrungen mit ihren Kunden und Kundinnen in ihrem Zürcher Studio berichtet Cantieni: „Wer wirklich dran bliebt, wird schmerzfrei. Was bei unterschiedlichen Beschwerden natürlich unterschiedlich lange dauert. Es klappt, weil die Leute bei uns den richtigen Umgang mit ihrem Körper lernen und damit eine Anleitung zur Selbstheilung erhalten."
Zum Phänomen des Antriebsmangels, der oftmals die besten Einsichten noch überbietet, findet Cantieni verständnisvolle Worte: „Sich zu einem bewegten Leben aufzuraffen, kostet Überwindung. Wer sich den Nutzen vor Augen führt, kommt früher oder später doch in Bewegung!"
11.10.2010, TM
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