Mode: Overall und Jumpsuit
Und wieder so ein Trend, der zwar nicht neu ist, aber an dem Fashionistas in diesem Sommer einfach nicht herumkommen: Der Jumpsuit erobert den Kleiderschrank.
Er war schon einmal da - mindestens. Zum letzten Mal in den späten 80ern. Da firmierte der Einteiler allerdings noch unter dem Wort Overall - was zugegebenermaßen nicht ganz so hip klingt. Und namensmäßig auch eher an seine Ursprungsfunktion erinnerte: Als Schutz- und Arbeitskleidung für Handwerker, Fallschirmspringer und Formel-1-Piloten. Hier hat der praktische Einteiler natürlich nach wie vor seine Berechtigung - ebenso wie auf der Skipiste. Aber diese Modelle haben mit der neuen Trend-Klamotte natürlich nichts gemein.
Nichts für Schüchterne: Mut zur Farbe - und zum Muster ist bei diesem Anzug gefragt.
Seit Promis wie Jennifer Lopez oder Cameron Diaz sich mit dem sexy Einteiler auf dem roten Teppich ablichten ließen, ist der Siegeszug des Jumpsuits in diesem Sommer nicht mehr aufzuhalten. Natürlich gibt es dafür auch gute Gründe: denn der Hosenanzug ist nicht nur herrlich bequem, sondern auch vielseitiger, als es auf den ersten Blick vielleicht scheint. Ob lässig fallender Wasserfallkragen, schmale Knopfleiste, Wickeloptik oder Bandeauoberteil, mit schmaler Taille oder großzügig geschnitten - Einteiler ist längst nicht Einteiler. Absolut partytauglich ist der Jumpsuit in fließender Seide. Farblich besonders edel: Zarte Nudetöne, Schwarz oder Grau in allen Schattierungen. Fröhliche bunte Blütenprints sind dagegen eher in der Freizeit angesagt. Und für heiße Tage gibt es den Overall auch mit kurzen Hosen - in diesem Fall sollte frau allerdings selbstkritisch ihr Alter überdenken. In Sachen Figur ist das übrigens ebenfalls angebracht: Denn die Vermutung, dass die Einteiler kleine Pölsterchen an den typischen Stellen verstecken, ist leider nicht ganz richtig. (Text: Birgit Jungke, Fotos: Hersteller)
Niedlich, das gesmokte Oberteil dieses Jumpsuits in rotem Karo. (Otto)
Welcher Anzug passt zu wem?
Keine Frage - es gibt wohl kaum ein bequemeres Kleidungsstück als den Jumpsuit. Aber wer ihn trägt, sollte schon ein paar Besonderheiten beachten. Ganz ehrlich: Am schönsten sehen die Anzüge bei perfekten Figuren aus. Wer groß und schlank ist, kann dabei alle Muster tragen - auch die großflächigen. Auch bei den Schnitten haben Schlanke die freie Auswahl. Wer dagegen ein paar „Problemzonen“ kaschieren möchte, wählt besser einen geraden Schnitt und eine gedeckte Farbe. Und welche Schuhe trägt frau zum Jumpsuit? High Heels passen ebenso wie mädchenhafte Ballerinas, flache Sandalen oder Wedges - es kommt eben auf den Anlass an. Bei den Accessoires sollte Zurückhaltung an den Tag gelegt werden - besonders bei den bunten Exemplaren.
 Sexy mit viel Beinfreiheit wie ein Minikleid, aber viel praktischer: Zarte Blümchen zieren diesen Playsuit mit Tunnelgürtel. (Otto)

Das „kleine Schwarze“ mal als Anzug - das ist ebenso absolut abendtauglich.
Mit der auffälligen Knopfleiste und dem extrem ausgestellten Bein knieabwärts hat dieser ansonsten schlichte Jumpsuit gleich zwei Eyecatcher. (Mango)
Edel in Nude - die zarte Farbe macht sich besonders gut bei leicht gebräuntem Teint. Ein schmaler Gürtel betont die Taille. (Mango)
Foto ganz oben: Bandeau-Oberteil und Hose mit Tunnelzug- Abschluss - dieser Jumpsuit in Khaki ist trotz seiner Unifarbe alles andere als eintönig. (Conley's)
23.07.2011, PK
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