Wellness an der Ostsee
In der Nebensaison wollen die Ostseebäder Urlauber nun verstärkt mit Wellness-Angeboten anlocken - die Nachfrage wird immer größer.
Wellness ist in aller Munde, das Geschäft mit der Schönheit läuft auf Hochtouren. In den Ostseebädern bemühen sich Kurbetriebe, Hotels und Gesundheitszentren nach Kräften, einen Ostsee-Kurzurlaub in der Nebensaison mit Pauschalangeboten im Gesundheitssektor attraktiv zu gestalten - und damit die verhaltene Bilanz der Hauptsaison zumindest ein bisschen aufzubessern.
Im Strand-Spa in Dahme hat man immer das Ohr am neuesten Trend. „In diesem Genre muss man sich ständig auf dem Laufenden halten", berichtet Leiter Olav Gerlach. Derzeitig spezialisiere sich eine der Therapeutinnen auf Ayurveda-Massagen. Dabei geht es vorrangig um die Beseitigung von Energieblockaden. Sport- und Gesundheitsmassagen, bei denen bestimmte Muskelgruppen gezielt „durchgeknetet und auch schon mal mit spitzem Daumen behandelt wurden" - das war früher einmal, meint Gerlach. Heute würden Wohlfühlmassagen nachgefragt.
Beliebt ist im Strand-Spa auch ein Besuch der Salzgrotte. Auf Liegestühlen, bei gedimmtem, farbigem Licht und Entspannungsmusik soll sich das Salz wohltuend auf Haut und Atemwege auswirken. Salz spielt auch im „Floatarium" eine bedeutsame Rolle. In der großen Badewanne in Muschelform mit Lichteffekten und simuliertem Sternenhimmel kann der Erholungssuchende im Solebad schwerelos an der Wasseroberfläche entspannen. Auch der Dahmer Kurbetrieb hat sich auf die Nachfrage nach Wellness-Angeboten eingestellt und wirbt mit einem Pauschalangebot, das einen Besuch in der Meersalzgrotte, Massagen und die Nutzung des Floatariums umfasst und 179 Euro kostet, berichtet Mitarbeiterin Kerstin Schmidt.
In der Meersalzgrotte soll sich der hohe Salzgehalt in der Luft wohltuend auf Atemwege und den Hals auswirken.
Heiligenhafen wirbt im Oktober mit besonderen Aktionswochen. Hier wird dann ein Cleopatrabad und eine Ganzkörperentspannungsmassage inklusive Saunabesuch zum Sonderpreis von 65 Euro angeboten.
Jan Schnoor, Betreiber des Hotels Eichenhain in Pelzerhaken, probiert erst alles selbst aus, was später in seinem Wellnessbereich zur Anwendung kommt. „Angesagt ist alles, was aus dem asiatischen Raum kommt oder mit Ayurveda zu tun hat", weiß der Hotelier, dessen Betrieb bereits mehrfach auf diesem Sektor ausgezeichnet wurde.
Beliebt: Die Meersalzgrotte
In Grömitz hat man einen Teil der Wellness-Angebote auf die ganze Familie abgestimmt. „Männer sind mit dem Wellness-Sektor noch nicht so vertraut. Deshalb haben wir für sie ein Einstiegsangebot mit Ostseewasser-Spezialbad, Gesichtsbehandlung, Wellness-Harmonie-Massage und Maniküre zusammengestellt", erläutert Mandy Börn vom Grömitzer „Wellarium". Frauen lassen sich von einer ayurvedischen Abhyanga oder einer „Lomi Lomi"-Massage verwöhnen. Für jugendliche Kunden wartet man hier mit einer Akne-Behandlung auf. Und auch an den Wellness-Nachwuchs von morgen wurde gedacht: Kinder können sich mit einer Chocolate-Massage mit echter Schokolade verwöhnen lassen. Schade nur, dass die geschmolzene Süßigkeit anschließend nicht zum Verzehr geeignet ist.
Bernstein-Öl-Massage - wohltuend für Körper und Geist.
„Lomi Lomi"-Massage und Bio-Kosmetik
60 Tonnen Salz werden für die Meersalzgrotte benötigt. Das Salz soll sich besonders wohltuend auf Haut und Atemwege auswirken. Ausprobieren kann man die Salzgrotte im Strand-Spa in Dahme. Die „Lomi Lomi"-Massage ist eine hawaiianische Massage. Bei ihr wird mit kräftigen rhythmischen Bewegungen - vorwiegend mit den Unterarmen - gearbeitet. Im Grömitzer „Wellarium" wird diese Massageform angeboten. Bio-Produkte stehen im Kosmetikbereich hoch im Kurs, betont Jan Schnoor vom Wellness-Hotel Eichenhain in Pelzerhaken. Darüber hinaus würden besonders Anwendungen aus dem asiatischen Raum nachgefragt. (Text: Thomas Klatt, Fotos: Thomas Klatt)
Foto ganz oben: Die Sauna - ob mit Dampf, als Bio- oder finnische Variante betrieben - entspannt und soll Erkältungskrankheiten vorbeugen.
07.10.2011, PK
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