Sammlung Otto Flath in Bad Segeberg
Bad Segeberg - Acht Ehrenamtliche bemühen sich um die Sammlung des Bilderhauers Otto Flath.
„Ich habe Otto Flath noch selbst gekannt, an sonnigen Tagen haben wir in seinem Garten gesessen und geplaudert", berichtet Dieter Schmidt der Gesprächskreisgruppe der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Eutin unter der Leitung von Propst Matthias Wiechmann. Interessiert hören die Besucher zu und erhalten einen Einblick in das Leben des Bildhauers.
40 Altäre, über 3000 Skulpturen und etwa 10 000 Aquarelle und Zeichnungen schuf Flath in über 50 Jahren. Doch Schmidt gibt nicht nur die Biographie des Künstlers (1906 bis 1987) wieder, er erzählt auch Dinge, die kaum bekannt sind. So habe Flath erst nach der Übersiedlung nach Kiel-Melsdorf mit zwölf Jahren eine Schule besucht und nach drei Jahren einen Abschluss erhalten. Außerdem sei Flath ein Eidetiker gewesen. „Er hatte ein fotografisches Gedächtnis und konnte Menschen, einmal gesehen, in Holz schnitzen", sagt Schmidt und freut sich über Nachfragen.
Immer häufiger fragten Gruppen an und möchten eine Führung durch die Halle, auch ein Hannoveraner Busreiseunternehmen habe einen Besuch in der Flath-Halle in sein Programm aufgenommen. Insgesamt acht Ehrenamtler teilen sich die Arbeit und betreuen die Kunsthalle freitags bis sonntags, jeweils von 15 bis 18 Uhr.
1972 ließ Bildhauer und Elfenbeinschnitzer Otto Flath eine große Ausstellungshalle hinter seinem Atelier und der Villa in der Bismarckallee 5 bauen. Er benötigte Platz für seine über 3000 Holzplastiken und etwa 10000 Zeichnungnen und Aquarelle. Nach seinem Tod 1987 wurde das Gebäude in die Kunsthalle Otto-Flath umbenannt. Etwa 30 Skulpturen und eine Auswahl an Aquarellen des Künstlers sind nun in einer wechselnden Ausstellung zu sehen. Geöffnet ist die Kunsthalle freitags bis sonntags von 15 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet 1,50 Euro. Führungen sind nach Vereinbarung möglich und kosten zehn Euro. (Text und Foto: Silvie Domann)
Otto-Flath-Kunsthalle Bismarckallee 5 23795 Bad Segeberg www.otto-flath.de
Foto: Dieter Schmidt (r.) erklärt Mitgliedern des Gesprächkreises der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Eutin und Propst Matthias Wiechmann die Flath-Skulptur „Wiederkunft Christi".
27.09.2011, PK
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