Startschuss für neues Pflegeheim in Travemünde
Die Vorwerker Diakonie investiert zehn Millionen Euro am Dreilingsberg und schafft 120 Arbeitsplätze.
Mit viel Mühe wuchteten Senator, Diakonie-Chef, Vertreter von Bank und Baufirma die Spaten in die schwere Travemünder Erde. Am Dreilingsberg fiel der offizielle Startschuss für den Bau eines neuen Pflegezentrums. „Das Konzept des Hauses ist ein Novum in Schleswig-Holstein“, schwärmte Fred Mente, Vorstand der Vorwerker Diakonie, während hinter ihm Bagger und Raupen die Baugrube aushoben.
Verschiedene Angebote unter einem Dach
Sechs verschiedene Angebote werden in dem Pflegezentrum unter einem Dach vereint. Im Mittelpunkt steht das Alten- und Pflegeheim mit 100 Plätzen - alle in Einzelzimmern. Ein Wohnbereich spezialisiert sich auf an Demenz erkrankte Senioren. Eine weitere Abteilung richtet sich an pflegebedürftige, junge Menschen. „Dafür gibt es bislang keine Angebote“, sagt Mente. Die Sozialstation werde mit der Tagespflege kombiniert. „Eine Tagespflege gibt es bislang in Travemünde gar nicht.“ Schließlich wird es ein Pflegehotel geben, in dem Pflegebedürftige zusammen mit ihren Angehörigen oder auch allein Urlaub an der Ostseeküste machen können. Das vor allem überzeugt Sozialsenator Sven Schindler (SPD). „Das ist eine großartige Idee, so etwas gehört nach Travemünde“, erklärte der Senator beim Spatenstich.
Zehn Millionen investiert
Gut zehn Millionen Euro investiert die Vorwerker Diakonie an diesem Standort. „Das ist die größte Einzelinvestition in der Geschichte der Vorwerker Diakonie“, sagt der Vorstandschef. Zur Finanzierung hat das wohltätige Unternehmen die Evangelische Darlehensbank ins Boot geholt. Zwei Jahre lang hat die Vorwerker Diakonie an den Plänen gebastelt. Mente spricht von einem „komplexen Verfahren“. Am 30. Juni gab die Bürgerschaft grünes Licht, am 22. September lag die Baugenehmigung der Stadt vor. Eröffnet werden soll das neue Pflegezentrum Anfang 2013. 120 Arbeitsplätze entstehen hier, davon 100 zusätzliche. Seit die Vorwerker Diakonie das Projekt in Travemünde öffentlich vorstellte, „stehen die Telefone nicht mehr still“.
Günstige Lage
Das neue Zentrum liegt am Rande des Stadtteils, aber trotzdem günstig, so die Diakonie. Schräg gegenüber befindet sich die Praxisklinik Travemünde, in unmittelbarer Nähe sind Augenärzte. Es gibt eine Busanbindung, „und bis zum Fischereihafen läuft man zehn Minuten“, weiß Fred Mente, der selbst in Travemünde wohnt. (Text: Kai Dordowsky, Foto: Wolfgang Maxwitat)
Foto: Fred Mente (l.), Vorstand der Vorwerker Diakonie, und Senator Sven Schindler beim Spatenstich.
29.11.2011, PK
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